Bestimmung der Erscheinungsweise von Werken

Unterschieden werden selbstständig und unselbstständig erscheinende Werke. Die selbstständigen Publikationen erscheinen als einzelne Monografie (Buch). Die unselbstständigen Publikationen erscheinen als ein von einer übergeordneten Publikation abhängiger Teil (z. B. Zeitschriftenartikel).

 

a) selbstständig erscheinende Werke

Die selbstständige Publikation wird auch als Monografie bezeichnet. Eine Monografie ist selbstständig erschienen. Wichtige bibliografische Angaben sind etwa Autor(en), Titel, Herausgeber, Impressum, Verlagsort, Verlag, Erscheinungsjahr.

Beispiel: Thomas Bernhard: Auslöschung. Ein Zerfall. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1986.

 

b) Teile selbstständig erscheinender Werke

Eine Sonderform der selbstständigen Publikation stellen Bücher dar, die zwar selbstständig erschienen sind, aber Teil einer mehrteiligen Ausgabe, einer Buchreihe oder einer Buchserie sind. Hier kann zu den oben genannten bibliografischen Angaben auch noch der übergeordnete Reihen-/ Serientitel, der Reihen-/ Serienherausgeber sowie die Bandbezeichnung und Zählung hinzukommen.

Beispiel: Thomas Bernhard: Werke. Hg. von Martin Huber und Wendelin Schmidt-Dengler. Band 9: Auslöschung. Hg. von Hans Höller. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009.

 

c) unselbstständig erscheinende Werke

Unselbstständige Publikationen erscheinen in Abhängigkeit einer übergeordneten Publikation, also z. B. als Buchbeitrag oder Zeitschriftenartikel. Oft steht als ein Erkennungszeichen für diese Erscheinungsweise das Wort "In:" nach der Angabe des Beitrags.

Bei einem Buchbeitrag wird zuerst der/die Autor/in des Beitrags angeführt, gefolgt vom Titel des Beitrags. Zusätzlich wird der Titel des Buches, deren HerausgeberInnen, der Verlagsort, Verlag und das Erscheinungsjahr angegeben, in dem der Beitrag erschienen ist. Die Angabe der Seitenzahl hilft, das Buchkapitel in der Publikation zu lokalisieren.

Beispiel: Rolf D. Hirsch: Humor – ein unverzichtbares Medikament. In: Wenn dir ein Clown ins Leben tanzt. Erkenntnisse aus der Humorforschung. Hg. von Doris Bach, Birgit Rathmaier und Wolfgang Sünder. Wien: Mandelbaum 2017, S. 54–71.

Ein Zeitschriftenzitat ist an der Angabe des Titels der Zeitschrift, des Jahrganges und der Heftnummer zu erkennen. Im Gegensatz zum Zitat des Buchbeitrags werden Verlagsort, Verlag und HerausgeberIn in der Regel nicht genannt.

Beispiel: André Combes: Zwischen Widerstand und Verfolgung. Freimaurer und Freimaurerinnen in Frankreich zwischen 1940 und 1944. In: Zwischenwelt. 34. Jg. (2017), Nr. 3, S. 62–66.

 

d) Webseite

Das Zitat einer Webseite besteht aus der exakten Adresse der Webseite (URL) und dem Zugriffsdatum, um etwaige zwischenzeitliche Änderungen der Inhalte nachvollziehen zu können.

Beispiel: Hermann Schlösser: Von "alpha" zu "ALPHA". Eine Wiener Lyrikzeitschrift der fünfziger Jahre – heute gelesen. https://www.onb.ac.at/oe-literaturzeitschriften/Alpha/Alpha_essay.pdf (Stand: 04.07.2018).